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LaszloVonVertesThanyAZ   

09.10.2021 05:29:43

«Lesen Sie hier das Urteil des Bundesgerichts von 2021 gegen Bennet Vertes von Sikorszky wegen vorstzlicher Ttung zum Nachteil von Alexander Morgan und sexueller Ntigung zum Nachteil von Simona Sgier. Volltext-Urteil (aus 2021) zum Download. +++ ENGLISH TRANSLATION OF THE VERDICT: Please scroll down +++ Bundesgericht Tribunal fdral Tribunale federale Tribunal federal 6B_257/2020, 6B_298/2020 Urteil vom 24. Juni 2021 Strafrechtliche Abteilung Besetzung Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari, Prsidentin, Bundesrichter Denys, Bundesrichter Muschietti, Bundesrichterin van de Graaf, Bundesrichter Hurni, Gerichtsschreiberin Lustenberger. Verfahrensbeteiligte 6B_257/2020 Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zrich, Florhofgasse 2, 8090 Zrich, Beschwerdefhrerin 1, und 6B_298/2020 Simona Sgier, vertreten durch Rechtsanwltin Dr. Vera Delnon, Winzerhalde 16, 8049 Zrich, Beschwerdefhrerin 2, gegen Bennet Vertes von Sikorsky, c/o Galerie von Vertes, Bahnhofstrasse 16, 8001 Zrich vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Thomas Sprenger, Lwenstrasse 2, 8001 Zrich, Beschwerdegegner. Gegenstand 6B_257/2020 Vorstzliche Ttung, qualifizierte Vergewaltigung, qualifizierte sexuelle Ntigung; Willkr; Schuldunfhigkeit, 6B_298/2020 Qualifizierte Vergewaltigung; mehrfache, teilweise qualifizierte sexuelle Ntigung; Willkr, Beschwerden gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zrich, I. Strafkammer, vom 27. November 2019 (SB170499-O/U/cwo). Sachverhalt: A. Das Bezirksgericht Meilen verurteilte Bennet Vertes von Sikorsky mit Urteil vom 29. Juni 2017 wegen vorstzlicher Ttung zum Nachteil von Alexander Morgan, qualifizierter Vergewaltigung und mehrfacher, teilweise qualifizierter sexueller Ntigung zum Nachteil von Simona Sgier, Fahrens in fahrunfhigem Zustand, versuchter Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfhigkeit und mehrfacher Verletzung der Verkehrsregeln zu einer Freiheitsstrafe von zwlf Jahren und sechs Monaten, unter Anrechnung von Untersuchungs- und Sicherheitshaft, sowie zu einer Busse von Fr. 2'000.--. Vom Vorwurf der versuchten vorstzlichen Ttung zum Nachteil von Simona Sgier sprach es ihn frei. Gleichzeitig ordnete es eine vollzugsbegleitende ambulante Suchtbehandlung nach Art. 63 StGB an. Weiter verpflichtete es Bennet Vertes von Sikorsky zur Bezahlung einer Genugtuung an Simona Sgier. Gegen dieses Urteil erhoben Bennet Vertes von Sikorsky und die Staatsanwaltschaft Berufung. B. Das Obergericht des Kantons Zrich stellte mit Urteil vom 27. November 2019 die Rechtskraft des erstinstanzlichen Urteils in Bezug auf die Verurteilung wegen der Verkehrsdelikte sowie der diesbezglich ausgefllten Busse von Fr. 2'000.-- fest. Ebenso stellte es die Rechtskraft des Freispruchs vom Vorwurf der versuchten vorstzlichen Ttung zum Nachteil von Simona Sgier fest. Von den Vorwrfen der qualifizierten Vergewaltigung und der mehrfachen, teilweise qualifizierten sexuellen Ntigung zum Nachteil von Simona Sgier sprach es Bennet Vertes von Sikorsky frei. Den Antrag von Simona Sgier um Zusprechung einer Genugtuung wies es ab. Hingegen sprach es Bennet Vertes von Sikorsky der Begehung einer Tat (sc. der vorstzlichen Ttung zum Nachteil von Alexander Morgan) in selbstverschuldeter Unzurechnungsfhigkeit schuldig, bestrafte ihn mit einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und stellte fest, dass diese durch die Untersuchungs- und Sicherheitshaft vollstndig erstanden ist. Es ordnete eine stationre Massnahme zur Suchtbehandlung nach Art. 60 StGB an, unter Anrechnung der Sicherheits- und Untersuchungshaft, soweit diese nicht bereits auf die Strafe angerechnet worden waren. B.a. Dem Schuldspruch betreffend die vor Bundesgericht Verfahrensgegenstand bildende Ttung von Alexander Morgan liegt folgender Sachverhalt zugrunde: Bennet Vertes von Sikorsky verbrachte den Abend vom 29. auf den 30. Dezember 2014 zusammen mit verschiedenen Freunden in der Wohnung eines Bekannten in Zrich. Darunter befand sich auch sein langjhriger Freund Alexander Morgan. Die beiden konsumierten im Verlauf des Abends gemeinsam Kokain und Ketamin. Alexander Morgan wollte bei Bennet Vertes von Sikorsky bernachten, weshalb die beiden am frhen Morgen des 30. Dezember 2014 mit einem Taxi vom Bellevue in Zrich (nach einem Zwischenstopp bei einem Bancomaten) nach Ksnacht ZH zur Liegenschaft der Eltern (Laszlo von Vertes, Yvonne von Vertes) von Bennet Vertes von Sikorsky fuhren. Dort konsumierten sie weiteres Ketamin. Zwischen 05.00 und 07.00 Uhr kam es wegen des Herumtanzens zu lauter Musik bzw. wegen einer Anwandlung von Bennet Vertes von Sikorsky, er und Alexander Morgan sollten mit dem Drogenkonsum aufhren, zu einer Auseinandersetzung, in deren Verlauf Bennet Vertes von Sikorsky seinen Freund ttete. Zuerst hatte Alexander Morgan Bennet Vertes von Sikorsky in den Glastisch im Wohnzimmer gestossen, ehe Bennet Vertes von Sikorsky mit massiver Gewalt auf seinen Freund einwirkte. Konkret schlug er ihm mehrmals mit der Faust gegen den Kopf und versetzte ihm mit einem 1.2 m hohen und 6 kg schweren Kerzenstnder mehrere wuchtige Schlge gegen Oberkrper und Kopf, sodass der Schdel brach. Zudem schlug er mit einer ca. 1.88 kg schweren unfrmigen Skulptur sowie einer ca. 0.54 kg schweren, antiken Dekorationsfigur mehrfach gegen den Oberkrper und den Kopf des Opfers. Schliesslich fhrte er eine 30 cm lange und 2 cm breite Kerze auf der Lnge von ca. 10 cm in dessen Rachen ein und wrgte das Opfer massiv. Alexander Morgan erlitt unter anderem zum Teil grossflchige Schlagverletzungen, insbesondere Quetsch-Riss-Wunden mit darunter liegenden Frakturen. Er erstickte infolge des Wrgens und der Verletzungen der Atemwege mit der Kerze. Dabei knnten der Blutverlust durch die offenen Wunden sowie das Schdel-Hirn-Trauma, aber auch das Einatmen von hoch gekommenem Mageninhalt in die Lunge den Todeseintritt begnstigt haben. Bennet Vertes von Sikorsky trug von der Auseinandersetzung kaum Verletzungen davon. Er bestreitet nicht, Alexander Morgan gettet zu haben (angefochtenes Urteil S. 28 ff.). B.b. Nach einem weiteren, vor Bundesgericht noch Verfahrensgegenstand bildenden Anklagevorwurf soll Bennet Vertes von Sikorsky seine damalige Verlobte Simona Sgier in der Nacht vom 17. auf den 18. Oktober 2014 in einem Hotelzimmer in London sexuell gentigt und vergewaltigt haben. Er habe zunchst im Badezimmer des gemeinsamen Hotelzimmers gegen den Willen von Simona Sgier Analverkehr vollzogen, in dessen Rahmen sie kopfber in die Badewanne gefallen sei. Anschliessend habe Bennet Vertes von Sikorsky sie an beiden Armen aus der Badewanne gerissen, ihr ein gefaltetes Badetuch auf das Gesicht gedrckt und gleichzeitig ihren Hinterkopf festgehalten, sodass sie keine Luft mehr bekommen habe und ihr schwarz vor Augen geworden sei. Gleichzeitig habe er gedroht, ihr weiterhin das Badetuch auf das Gesicht zu drcken bzw. sie zu ersticken, wenn sie mit dem Schreien nicht aufhre. Als sie wegen der Drohung mit Schreien aufgehrt habe, habe er die um Luft ringende und zum Widerstand unfhige Simona Sgier ins Schlafzimmer gezogen und auf das Bett gestossen. Dort habe er sie wie eine leblose Puppe in verschiedene Positionen gebracht und vaginal penetriert. Anschliessend habe er sie aufgefordert, ihn oral zu befriedigen. Diesem Wunsch sei die zu Tode verngstigte Simona Sgier angesichts der vorangegangenen und aus Angst vor weiterer Gewalt nachgekommen. Schliesslich habe Bennet Vertes von Sikorsky Simona Sgier im Vaginalbereich gegen ihren Willen geleckt (Anklage S. 11-13). C. C.a. Die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zrich fhrt Beschwerde in Strafsachen (6B_257/2020). Sie beantragt, das Urteil des Obergerichts des Kantons Zrich vom 27. November 2019 sei aufzuheben und die Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zurckzuweisen. Die Vorinstanz sei anzuweisen, gegenber Bennet Vertes von Sikorsky fr die Dauer des Berufungsverfahrens Sicherheitshaft anzuordnen. Eventualiter sei das angefochtene Urteil aufzuheben und Bennet Vertes von Sikorsky wegen vorstzlicher Ttung, qualifizierter Vergewaltigung sowie mehrfacher, teilweise qualifizierter sexueller Ntigung schuldig zu sprechen und mit 16 Jahren Freiheitsstrafe zu bestrafen. Subeventualiter sei das angefochtene Urteil aufzuheben und Bennet Vertes von Sikorsky wegen fahrlssiger Ttung, qualifizierter Vergewaltigung sowie mehrfacher, teilweise qualifizierter sexueller Ntigung schuldig zu sprechen und angemessen zu bestrafen. Bei Gutheissung des Eventual- oder Subeventualantrags sei die mit Blick auf den genderten Schuldspruch am besten geeignete therapeutische Massnahme anzuordnen. Bennet Vertes von Sikorsky sei vorsorglich fr die Dauer des bundesgerichtlichen Verfahrens in Haft zu setzen. C.b. Simona Sgier fhrt ebenfalls Beschwerde in Strafsachen (6B_298/2020). Sie beantragt, das Urteil des Obergerichts des Kantons Zrich vom 27. November 2019 sei aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zurckzuweisen. D. Der damalige Prsident der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts hat mit Verfgung vom 2. Mrz 2020 den Antrag der Oberstaatsanwaltschaft auf Erlass vorsorglicher Massnahmen abgewiesen. E. Das Obergericht des Kantons Zrich hat auf Vernehmlassungen verzichtet. Bennet Vertes von Sikorsky beantragt die Abweisung der Beschwerde der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zrich. Auf die Beschwerde von Simona Sgier sei nicht einzutreten, eventualiter sei diese abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Simona Sgier reichte eine Replik ein. Erwgungen: 1. Das Bundesgericht vereinigt mehrere Verfahren, wenn sie in einem engen sachlichen Zusammenhang stehen, namentlich wenn sie sich gegen denselben Entscheid richten und wenn sie die gleichen Parteien sowie hnliche oder gleiche Rechtsfragen betreffen (Art. 71 BGG i.V.m. Art. 24 Abs. 2 lit. b BZP 273]; BGE 133 IV 215 E. 1; 126 V 283 E. 1; Urteil 6B_20/2020 vom 31. August 2020 E. 1, nicht publ. in: BGE 146 IV 320). Dies ist vorliegend der Fall. Es rechtfertigt sich daher, die Verfahren zu vereinigen und die Beschwerden in einem einzigen Entscheid zu behandeln. 2. Die Beschwerde in Strafsachen ist in erster Linie ein reformatorisches Rechtsmittel (Art. 107 Abs. 2 BGG). Die Beschwerdeschrift muss, wie auch vom Beschwerdegegner richtig vorgebracht, grundstzlich einen Antrag in der Sache enthalten (Art. 42 Abs. 1 BGG). Aufhebungsantrge oder Antrge auf Rckweisung der Sache an die Vorinstanz zur neuen Entscheidung allein gengen nicht. Allerdings reicht ein Begehren ohne Antrag in der Sache aus, wenn sich aus der Begrndung zweifelsfrei ergibt, was mit der Beschwerde angestrebt wird (BGE 137 II 313 E. 1.3; Urteil 6B_1323/2018 vom 12. Juni 2019 E. 2). Die Beschwerdefhrerinnen (die Beschwerdefhrerin 1 nur betreffend ihren Hauptantrag) beantragen die Aufhebung des angefochtenen Urteils und die Neubeurteilung durch die Vorinstanz ohne einen ausdrcklichen Antrag in der Sache. Die Beschwerdefhrerin 1 beanstandet in ihrer Begrndung zu ihrem Hauptantrag die von der Vorinstanz festgestellte Schuldunfhigkeit des Beschwerdegegners und daran geknpft dessen Nichtverurteilung wegen vorstzlicher Ttung gemss Art. 111 StGB sowie die Freisprche von den Sexualdelikten. Die Beschwerdefhrerin 2 verlangt eine erneute Feststellung des Sachverhalts und eine entsprechende Verurteilung des Beschwerdegegners in Bezug auf jene Deliktsvorwrfe, von denen sie betroffen ist und die im Berufungsverfahren beurteilt wurden. Damit ist hinreichend klar, was mit den Beschwerden angestrebt wird, und sind die Anforderungen von Art. 42 Abs. 1 BGG erfllt. 3. 3.1. Zur Beschwerde in Strafsachen ist berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Mglichkeit zur Teilnahme erhalten hat und ein rechtlich geschtztes Interesse an der Aufhebung oder nderung des angefochtenen Entscheids hat (Art. 81 Abs. 1 lit. a und b BGG). Darunter fllt namentlich die Privatklgerschaft, sofern sie im kantonalen Verfahren adhsionsweise Zivilansprche geltend gemacht hat und der angefochtene Entscheid sich auf die Beurteilung dieser Zivilansprche auswirken kann (Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG; BGE 143 IV 434 E. 1.2.3). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts hat die Privatklgerschaft auch dann am vorinstanzlichen Verfahren im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. a BGG teilgenommen, wenn sie als Berufungsbeklagte im Berufungsverfahren keine Antrge gestellt hat. Der Verzicht auf das Stellen von Antrgen oder auf die nach Art. 405 Abs. 2 StPO freiwillige persnliche Teilnahme an der mndlichen Berufungsverhandlung ist nicht als Gleichgltigkeit am Ausgang des Berufungsverfahrens, sondern als Festhalten an den erstinstanzlichen Antrgen zu verstehen. Wer im Berufungsverfahren mit seinen erstinstanzlichen Antrgen unterliegt, erfllt deshalb die Legitimationsvoraussetzungen von Art. 81 Abs. 1 lit. a BGG (BGE 143 IV 343 E. 1.2.3). 3.2. Die Beschwerdefhrerin 2 war im vorinstanzlichen Verfahren Berufungsbeklagte. Trotz ihrer Erklrung vom 7. Februar 2018, sich nicht am Berufungsverfahren zu beteiligen, behielten ihre vor erster Instanz gestellten Antrge Gltigkeit. Dass in der neusten Auflage des Basler Kommentars inzwischen ein anderer Standpunkt vertreten wird (THOMMEN/FAGA, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 3. Auflage 2018, N. 3 zu Art. 81 BGG), stellt entgegen der Auffassung des Beschwerdegegners (Beschwerdeantwort S. 3 ff.) keinen Grund dar, um von der diesbezglich klaren Rechtsprechung von BGE 143 IV 343 abzuweichen. Die Beschwerdefhrerin 2 beantragte im kantonalen Verfahren eine Genugtuung von Fr. 18'000.--. Whrend die erste Instanz diese guthiess, wies die Vorinstanz die Genugtuungsforderung ab. Der angefochtene Entscheid wirkt sich mithin auf die Beurteilung der Zivilansprche der Beschwerdefhrerin 2 aus. Die Eintretensvoraussetzungen von Art. 81 Abs. 1 lit. a und b Ziff. 5 BGG sind erfllt. 4. Die Vorinstanz geht zusammengefasst davon aus, der Beschwerdegegner sei bei der Ttung von Alexander Morgan unter dem (wirksamen) Einfluss von Kokain und Ketamin gestanden. Er habe als Folge davon unter Wahrnehmungsvernderungen ("Derealisationsphnomenen") bzw. psychotischen Zustnden gelitten. Gesamthaft gesehen hege sie unberwindliche Zweifel, ob beim Beschwerdegegner im Tatzeitpunkt noch Reste von Schuldfhigkeit vorhanden gewesen seien. In Anwendung des Grundsatzes "in dubio pro reo" sei von vollstndig aufgehobener Schuldfhigkeit auszugehen. Dagegen stellt sich die Beschwerdefhrerin 1 auf den Standpunkt, die Schuldfhigkeit des Beschwerdegegners beim Ttungsdelikt zum Nachteil von Alexander Morgan sei nicht vollstndig aufgehoben gewesen. Die Beweiswrdigung der Vorinstanz beruhe auf einer in verschiedener Hinsicht willkrlichen Sachverhaltsfeststellung. Zudem verletze die Vorinstanz Art. 10, Art. 182 und Art. 350 Abs. 2 StPO, Art. 19 und Art. 263 StGB sowie ihre Begrndungspflicht. 4.1. Als Teil der Rge betreffend die aufgehobene Schuldfhigkeit bringt die Beschwerdefhrerin 1 vor, die Vorinstanz gehe in willkrlicher Weise davon aus, der Beschwerdegegner sei bei der Tat unter dem wirksamen Einfluss von Ketamin gestanden. Die Vorinstanz weiche bei der Wrdigung des Sachverhalts zum Ketamineinfluss ohne triftigen Grund von der Blut- und Urinanalyse des Instituts fr Rechtsmedizin vom 15. Januar 2015 ab. Diese attestiere dem Beschwerdegegner fr den Tatzeitpunkt einen mssigen Kokainkonsum und fhre aus,eine zustzliche Wirkung von Ketamin knne weder sicher nachgewiesen noch ausgeschlossen werden. Damit stelle das Gutachten entgegen der Vorinstanz ein Indiz fr die Schuldfhigkeit des Beschwerdegegners dar (Beschwerde S. 12 f.). Zwar habe der drogentolerante Beschwerdegegner gemss Zeugenaussagen in den Abend- und Nachtstunden vor der Tat Betubungsmittel eingenommen, fr die Zeit ab 04.00 Uhr lgen aber nur noch seine eigenen Aussagen vor. Wiederholt habe er angegeben, vor der Tat nicht viel Kokain und Ketamin konsumiert zu haben bzw. viel weniger als das Opfer. Die Angaben des Beschwerdegegners ber den mssigen Konsum stimmten mit den tiefen Werten der Urin- und Blutanalyse des IRM berein (Beschwerde S. 14 f.). Weiter berdehne die Vorinstanz die Aussagekraft der Haaranalysen, indem sie davon ausgehe, diese seien mit einem mittelstarken bis starken Kokain- und Ketaminkonsum im Ereigniszeitpunkt vereinbar. Die Analysen enthielten diesbezglich kein schlssiges Argument. Die erste Analyse vom 20. Januar 2015 ergebe fr den Zeitraum von Mitte Juli bis Mitte Dezember 2014 einen mittleren Wert fr das Kokain, was fr einen mittelstarken bis starken Kokainkonsum spreche, und fr das Ketamin eine Konzentration im oberen Bereich. Die zweite Haaranalyse vom 31. Juli 2015 durch das IRM betreffend dasselbe Asservat korrigiere jedoch die Werte der ersten Analyse. Demnach stammten die festgestellten Werte nicht bloss vom Konsum, sondern auch von der externen Kontamination der Haare. Schliesslich sei in einer frheren, am 7. Mai 2014 sichergestellten Haarprobe fr den Zeitraum von Ende November 2013 bis Ende April 2014 kein oder nur vereinzelter Betubungsmittelkonsum (namentlich von Kokain und Ketamin) ausgewiesen worden (Beschwerde S. 13 ff.). Die Vorinstanz stelle ausserdem auf das Gutachten von Prof. Dr. rer. nat. Thomas Krmer vom 29. Februar 2016 ab, ohne sich mit den darin enthaltenen Widersprchen zu befassen. Namentlich lasse sich das Gutachten mit den Blut-, Urin- und Haaranalysen nur bedingt in Einklang bringen. Prof. Dr. rer. nat. Thomas Krmer gehe davon aus, der Beschwerdegegner sei in den letzten fnf Monaten bzw. im Jahr vor der Tat kokain- und/oder ketaminabhngig gewesen und habe in den Wochen vor der Tat seinen Ketaminkonsum stark gesteigert. Obwohl gemss der zweiten Haaranalyse "in den Wochen vor der Tat" kein intensiver Drogenkonsum habe nachgewiesen werden knnen, nehme der Gutachter gesttzt auf das erste, fehlerhafte Haargutachten an, dass beim Beschwerdegegner zum Tatzeitpunkt eine substanzinduzierte Psychose vorgelegen haben knnte (Beschwerde S. 15-18). 4.2. 4.2.1. Die Bestimmungen des StGB ber die Schuldfhigkeit sind Ausfluss des das ganze Strafrecht beherrschenden Schuldprinzips ("nulla poena sine culpa"; BGE 134 IV 132 E. 6.1). Schuldfhigkeit setzt gemss Art. 19 Abs. 1 StGB Einsichts- und Steuerungsfhigkeit voraus. Einsichtsfhigkeit ist die Fhigkeit, das Unrecht seiner Tat einzusehen. Unter Steuerungsfhigkeit versteht man die Fhigkeit, gemss der Einsicht in das Unrecht zu handeln (Urteil 6B_1363/2019 vom 19. November 2020 E. 1.2.2 mit Hinweisen). War der Tter zur Zeit der Tat nur teilweise fhig, das Unrecht seiner Tat einzusehen oder gemss dieser Einsicht zu handeln, so mildert das Gericht die Strafe (Art. 19 Abs. 2 StGB). Zwischen voller Schuldfhigkeit und vlliger Schuldunfhigkeit sind kontinuierliche Abstufungen denkbar (BGE 134 IV 132 E. 6.1; Urteil 6B_1363/2019 vom 19. November 2020 E. 1.2.2). 4.2.2. Besteht ernsthafter Anlass, an der Schuldfhigkeit des Tters zu zweifeln, so ordnet die Untersuchungsbehrde oder das Gericht die sachverstndige Begutachtung durch einen Sachverstndigen an (Art. 20 StGB). Der Sachverstndige muss im Gutachten den "biologisch-psychologischen" Zustand des Tters beurteilen. Das Gutachten soll Klarheit ber das Vorliegen einer psychischen Strung geben und die Frage beantworten, ob und wie sich diese auf die Einsichts- und Steuerungsfhigkeit ausgewirkt hat (Urteil 6B_1363/2019 vom 19. November 2020 E. 1.6.1 mit Hinweisen). 4.2.3. Gutachten unterliegen der freien richterlichen Beweiswrdigung. Das Gericht darf in Fachfragen jedoch nur aus triftigen Grnden von einer Expertise abweichen und muss Abweichungen begrnden. Die Beweiswrdigung und die Beantwortung der sich stellenden Rechtsfragen ist Aufgabe des Gerichts. Erscheint diesem die Schlssigkeit eines Gutachtens in wesentlichen Punkten zweifelhaft, hat es ntigenfalls ergnzende Beweise zur Klrung dieser Zweifel zu erheben. Das Abstellen auf eine nicht schlssige Expertise bzw. der Verzicht auf die gebotenen zustzlichen Beweiserhebungen kann gegen das Verbot willkrlicher Beweiswrdigung verstossen (BGE 142 IV 49 E. 2.1.3; 141 IV 369 E. 6.1; 136 II 539 E. 3.2 f.; je mit Hinweisen). Ein Gutachten stellt namentlich dann keine rechtsgengliche Grundlage dar, wenn gewichtige, zuverlssig begrndete Tatsachen oder Indizien die berzeugungskraft des Gutachtens ernstlich erschttern. Das trifft etwa zu, wenn der Sachverstndige die an ihn gestellten Fragen nicht beantwortet, seine Erkenntnisse und Schlussfolgerungen nicht begrndet oder diese in sich widersprchlich sind oder die Expertise sonstwie an Mngeln krankt, die derart offensichtlich sind, dass sie auch ohne spezielles Fachwissen erkennbar sind (BGE 141 IV 369 E. 6.1). Solche Mngel knnen auch dann vorliegen, wenn das Gutachten zu im Laufe des Verfahrens festgestellten Tatsachen in Widerspruch steht (Urteil 6B_276/2018 vom 24. September 2018 E. 1.2.2 mit Hinweisen). 4.2.4. Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz kann vor Bundesgericht nur gergt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig bzw. willkrlich ist und wenn die Behebung des Mangels fr den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Willkr im Sinne von Art. 9 BV liegt vor, wenn die vorinstanzliche Beweiswrdigung schlechterdings unhaltbar ist, das heisst wenn die Behrde in ihrem Entscheid von Tatsachen ausgeht, die mit der tatschlichen Situation in klarem Widerspruch stehen oder auf einem offenkundigen Fehler beruhen (BGE 146 IV 88 E. 1.3.1 mit Hinweisen). Willkrlich ist auch eine Beweiswrdigung, welche mit den Akten in klarem Widerspruch steht oder einseitig einzelne Beweise bercksichtigt (Urteile 6B_17/2016 vom 18. Juli 2017 E. 1.3.2; 6B_676/2016 vom 16. Februar 2017 E. 1.3; 6B_288/2015 vom 12. Oktober 2015 E. 1.2; BGE 118 Ia 28 E. 1b; je mit Hinweisen). Die Rge der Willkr muss in der Beschwerde explizit vorgebracht und substanziiert begrndet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG). Auf ungengend begrndete Rgen oder allgemeine appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 146 IV 88 E. 1.3.1 mit Hinweisen). 4.3. Die Vorinstanz verletzt das Willkrverbot nicht, indem sie davon ausgeht, der Beschwerdegegner sei bei der Ttung von Alexander Morgan unter dem Einfluss von Kokain und auch von Ketamin gestanden. Sie bercksichtigt, wie auch der Beschwerdegegner zutreffend argumentiert (Beschwerdeantwort S. 16 ff.), mehrere Beweismittel, die diesen Schluss erlauben. Zunchst besttigen drei Zeugen, die den Tatabend mit dem Beschwerdegegner und Alexander Morgan verbracht haben, dass beide nebst Kokain auch in erheblichen Mengen Ketamin eingenommen htten. Georgia von Vertes sagte aus, die beiden Protagonisten htten "massenweise Ketamin" zu sich genommen, und Thomas Salis sprach davon, dass der Beschwerdegegner etwa fnf bis zehn Linien Ketamin innerhalb von sechs Stunden konsumiert habe bzw. dass sowohl er als auch Alexander Morgan unter dem Einfluss von Kokain und Ketamin gestanden seien. Zustzlich schilderten die Zeugen die usserlich wahrnehmbaren Wirkungen dieser Drogen. Gemss Thomas Salis sei die Stimmung euphorisch gewesen bzw. beide, der Beschwerdegegner und Alexander Morgan, htten beim Verlassen der Wohnung getorkelt. Ajani Yamuna bemerkte beim Beschwerdegegner Symptome des Drogen- und Alkoholkonsums - er sei entspannter, aber geistig weniger klar gewesen (vgl. angefochtenes Urteil S. 50 f.). Auch der Beschwerdegegner besttigte, am Tatabend Ketamin konsumiert zu haben, sowohl bei den Freunden als auch am spteren Tatort in Ksnacht ZH. Er habe gemeinsam mit Alexander Morgan Ketamin und Kokain zu sich genommen, wobei er davon ausging, zusammen mit diesem maximal zwei Gramm und selber sicher ein Gramm Ketamin verbraucht zu haben (angefochtenes Urteil S. 51). Die Vorinstanz schliesst in vertretbarer Weise aus den Angaben zum Drogenkonsum in der Tatnacht und aus dem Umstand, dass der Beschwerdegegner und Alexander Morgan den Tag vor der Tat und die Tatnacht gemeinsam verbrachten, beide htten ein hnliches Konsumverhalten an den Tag gelegt und sie seien im Tatzeitpunkt in vergleichbarem Ausmass unter Kokain- und Ketamineinfluss gestanden. Der vorinstanzliche Schluss betreffend den Ketamineinfluss sttzt sich ausserdem auf einen Vergleich der Blut- und Urinwerte von Alexander Morgan und des Beschwerdegegners gemss den pharmakologisch-toxikologischen Gutachten. Gemss diesen stand Alexander Morgan im Zeitpunkt des Todes unter der kombinierten Wirkung von Kokain, Ketamin und THC, wobei insbesondere das Ketamin als wirksam beurteilt wurde (angefochtenes Urteil S. 51 f.), whrend der Beschwerdegegner im Tatzeitpunkt unter Kokain- und Alkoholeinfluss stand. Auch die Einnahme von Ketamin liess sich besttigen. Hingegen konnte das Gutachten beim Beschwerdegegner eine Wirkung dieser Droge whrend der Tat weder sicher nachweisen noch ausschliessen. Mit Verweis auf das Gutachten folgert die Vorinstanz aus der kurzen Plasmahalbwertszeit von Ketamin und der Zeitspanne von ber vier Stunden zwischen der Tat und der Blutentnahme dennoch nachvollziehbar, dass der Beschwerdegegner im Tatzeitpunkt eine wirksame Menge an Ketamin im Blut hatte, welche mit derjenigen von Alexander Morgan vergleichbar ist (angefochtenes Urteil S. 52 f.). Weiter geht die Vorinstanz davon aus, die drei Gutachten zu den Haaranalysen des Beschwerdegegners seien in zeitlicher Hinsicht viel unschrfer als die Blutanalyse. Aber auch die Haaranalysen liefern nach ihrer willkrfreien Wrdigung Hinweise auf einen mittelstarken bis starken Kokain- und Ketaminkonsum des Beschwerdegegners im Ereigniszeitraum (angefochtenes Urteil S. 52 f.). Dieser Schluss lsst sich namentlich auf die Angaben des zweiten, korrigierten Gutachtens vom 31. Juli 2015 sttzen. Dieses weist - wie auch von der Beschwerdefhrerin 1 vorgebracht - einen mittelstarken bis starken Kokain- und Ketaminkonsum von Ende Dezember 2014 (Tatzeitpunkt der Ttung am 30. Dezember 2014) bis Mitte Januar 2015 aus, whrend die aufgrund externer Kontamination entstandenen positiven Kokain- und Ketaminbefunde laut Gutachten mehrheitlich in die Zeit vor der Tat einzuordnen sind (act. D1/6/12 S. 5 f. Ziff. 2.3.2 f., 2.4.2 f.). Schliesslich werden die Ausfhrungen der Vorinstanz zum Konsum und zur Wirksamkeit des Ketamins indirekt auch durch die Gutachten von Prof. Dr. rer. nat. Thomas Krmer und Prof. Dr. Hatzinger bekrftigt, wonach der Beschwerdegegner im Tatzeitpunkt unter einer Ketamin- bzw. Kokain- und Ketaminabhngigkeit litt, die bereits seit 2011 bestand (das Gutachten von Prof. Dr. Hatzinger vom 11. April 2016 S. 184 ff. geht ausschliesslich von einer Ketaminabhngigkeit aus, whrend Prof. Dr. rer. nat. Thomas Krmer im Gutachten vom 29. Februar 2016 S. 7 von einer kombinierten Kokain- und Ketaminabhngigkeit spricht). Die Vorinstanz hat beide Gutachter befragt und entsprechende Zweifel ausgerumt. Selbst wenn die dritte Haaranalyse, wie von der Beschwerdefhrerin 1 vorgetragen, einen nennenswerten Konsum von Kokain und Ketamin im Zeitraum von Ende November 2013 bis Ende April 2014 - und damit weit vor dem Tatzeitpunkt - ausschliesst, ndert dies nichts an der berzeugungskraft der beiden Gutachten. Eine temporre Abstinenz bedeutet nicht zwingend, dass eine Person ihre Drogenabhngigkeit berwunden hat. Die dokumentierte, langjhrige Drogenvergangenheit des Beschwerdegegners, die zahlreichen gescheiterten Entzugskuren sowie die Aussagen aus dem Bekanntenkreis zu seinem Drogenkonsum (vgl. angefochtenes Urteil S. 32 ff.) bekrftigen die Schlussfolgerungen der Gutachter zur Drogenabhngigkeit. Ebenfalls haltbar ist, dass der Gutachter Prof. Dr. rer. nat. Thomas Krmer von einem gesteigerten Kokain- und Ketaminkonsum in den letzten zwei Wochen vor der Tat ausgeht und die Vorinstanz auf diese Angaben abstellt. Die betreffende Aussage des Gutachters lsst sich zum einen mit Zeugenaussagen aus dem Umfeld des Beschwerdegegners vereinbaren (vgl. angefochtenes Urteil S. 39 f.). Zum anderen lsst sie sich auf die Haaranalysen sttzen, die eine gewisse zeitliche Unschrfe aufweisen, zumal sie vom durchschnittlichen und nicht vom effektiven Haarwachstum ausgehen (vgl. act. D1/6/12 S. 3 Ziff. 2.2). Hierbei attestiert die zweite Haaranalyse vom 31. Juli 2015 dem Beschwerdegegner fr die Zeit von Ende Dezember 2014 bis Mitte Januar 2015 einen mittelstarken bis starken Kokain- und Ketaminkonsum (act. D1/6/12 S. 5 Ziff. 2.3.3, S. 6 Ziff. 2.4.3), obwohl aufgrund des Haftregimes, d.h. ab dem 30. Dezember 2014, ein derartiger Substanzgebrauch ausgeschlossen scheint. Unter diesen Umstnden lsst sich die zeitliche Interpretation des Konsums ("Vorverschiebung" des durch das Haargutachten belegten Konsums um 14 Tage) gemss Gutachten von Prof. Dr. rer. nat. Thomas Krmer auf die Zeit vor der Verhaftung willkrfrei halten. Die Vorinstanz durfte zur Frage der (Kokain- und) Ketaminabhngigkeit auf die Gutachten von Prof. Dr. rer. nat. Thomas Krmer und Prof. Dr. Hatzinger abstellen. Insgesamt geht die Vorinstanz ohne Willkr davon aus, dass der Beschwerdegegner im Zeitpunkt der Tat durch die Wirkung des Ketamins beeintrchtigt war. Dieses aus den vorhandenen Beweisen durch die Vorinstanz erstellte Sachverhaltselement, welches letztlich einen Einfluss auf die Frage der Schuldfhigkeit des Beschwerdegegners im Tatzeitpunkt hat, ist gut begrndet. Dabei zieht die Vorinstanz aus den vorstehend gewrdigten Elementen weder einen Schluss auf den Grad der Beeintrchtigung noch auf das Vorhandensein einer Psychose (angefochtenes Urteil S. 53). Somit stellt sich nachfolgend die Frage zum Grad der Beeintrchtigung durch die Einnahme von Kokain und Ketamin. 4.4. Die Beschwerdefhrerin 1 kritisiert, die Vorinstanz sttze sich bei ihrer Feststellung der beim Beschwerdegegner im Tatzeitpunkt aufgehobenen Schuldfhigkeit zu Unrecht auf dessen Angaben gegenber den Gutachtern in den psychiatrischen Explorationsgesprchen, wonach er Alexander Morgan als grnes Alien wahrgenommen habe. Diese seien nicht wrtlich protokolliert, sondern in einem Fliesstext zusammengefasst und damit lediglich "gefiltert" in die Prozessakten eingebracht worden. In Bezug auf deren Inhalt und das Zustandekommen bestnden grosse Unsicherheiten. Insbesondere knne nicht festgestellt werden, ob er diese Aussagen zusammenhngend und von sich aus oder nach und nach, auf Fragen der Gutachter deponiert habe. Auch die Gutachter selber htten auf Unsicherheiten in Bezug auf die Glaubhaftigkeit dieser Aussagen hingewiesen. Die vom Beschwerdegegner im Rahmen der Begutachtungen gemachten Erklrungen seien nicht geeignet, den Hauptbeweis zu fhren. Im Rahmen der Beurteilung dieser Aussagen bercksichtige die Vorinstanz ausserdem diverse Umstnde, die nicht ausschliesslich fr eine aufgehobene Schuldfhigkeit sprchen, sondern sich auch ohne Weiteres mit einer bloss erheblich verminderten Schuldfhigkeit erklren liessen bzw. als prozesstaktisch zu interpretieren seien. Das Abstellen auf solche Aussagen sei willkrlich (Beschwerde S. 7-12). Die Vorinstanz gehe sodann nicht auf den Widerspruch zwischen den im Recht liegenden Gutachten ein. Der Beschwerdegegner habe gegenber Prof. Dr. rer. nat. Thomas Krmer angegeben, er habe Alexander Morgan whrend der Taxifahrt verzerrt und wie ein Alien wahrgenommen. Hingegen habe er dem anderen Gutachter, Prof. Dr. Hatzinger, geschildert, Alexander Morgan sei ihm erst im Wohnzimmer des Elternhauses in Ksnacht ZH als Alien erschienen. Aus der gutachterlichen Stellungnahme von Prof. Dr. Hatzinger vom 12. Mai 2017 (act. 287) ergben sich ausserdem ernstzunehmende Hinweise auf eine bloss erhe»

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